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Kaokoveld (NA) Juni 2015 Krankheit Die meisten der Reiseberichte, die ich geschrieben habe, fangen mit den Worten “eigentlich wollten wir….“ an. Ich möchte nicht mit liebgewonnenen Angewohnheiten brechen deswegen ist auch dieser Bericht keine Ausnahme. Aaaaalsoooo: Eigentlich wollten wir endlich einmal durch das Kaokoveld fahren und nicht nur den Rand ankratzen. Ich hatte mich auf die Epupa-Fälle, das Marienflusstal und die Red Drum gefreut. Die Epupafälle haben wir geschafft den Rest leider nicht. Als wir von Epupa wieder nach Süden gefahren sind, haben wir stundenlang über die beste Route in den Westen gegrübelt. Immerhin sollte uns weder Wasser noch Sprit ausgehen und der Unimog sollte die Sache auch heil überstehen. Damit viel dann schon mal der kürzeste Weg über den Van Zylspass aus. Diese heftigste aller Offroadstrecken werden unserem Dicken nie und nimmer antun und uns selbst auch nicht! Nach grübeln, nachlesen, T4A-Befragungen hatten wir uns dazu entschlossen von Opuwo aus in Richtung Osten zu starten. War ich aufgeregt! Endlich! ENDLICH!!! Die Epupafälle waren schon so toll, wie ich gehofft hatte. Und jetzt würde ich auch noch den Rest der lang erträumten Ziele sehen! Ich konnte kaum einschlafen, obwohl ich zum umfallen müde war…. Leider hat sich gegen 23:00 Uhr heraus gestellt, dass meine Schlafprobleme nicht an meiner Aufregung, sondern an einem handfesten Magen-Darm-Virus lagen. Wieder mal…. Das ist so eine Sache, die ich vor dem Kauf des Unimogs nicht bedacht hatte, dass es auch solche Nächte geben würde. Ich habe in dieser Nacht versucht, ob man sich in wenigen Stunden totkotzen kann und GöGa musste die Geruchs- und Geräuschkulisse dazu ertragen. Zudem hat er meine „kreativen Schüsselprodukte“ entsorgt und sich ausgesprochen liebevoll um mich gekümmert. Wenn das keine Liebe ist, dann weiß ich nicht, was es sonst sein soll…… Vielen Dank mein Schatz ich bin mir fast sicher, ohne Dich wäre ich in dieser Nacht einfach drauf gegangen. Am nächsten Tag konnte ich keine 10 Minuten am Stück wach bleiben und habe den ganzen Tag und die ganze darauf folgende Nacht geschlafen. Glücklicherweise waren wir schon in Opuwo und konnten aus dem ziemlich heißen Unimog in ein kühles Chalet in der Country Lodge ausweichen, sonst hätte ich vermutlich noch länger als nur zwei Tage gebraucht, bis ich wieder auf den Beinen gewesen wäre. Die Fahrt in Richtung Osten war damit gestorben. Mir ging es einigermaßen gut aber so ein Virus ist anhänglich und wir wussten nicht ob oder wann es GöGa erwischen würde. Ich hätte im Falle eines Falles dann doch lieber einen Arzt in der Nähe … Deswegen sind wir die Sache ruhiger angegangen, sind die gut ausgebauten C-Straßen in Richtung Sesfontein gefahren- und nachdem sich nach zwei Tagen immer noch keine Symptome bei GöGa gezeigt hatten, sind wir den Hoanib runter und den Crowther’s Trail in Richtung Palmwag gefahren. Jetzt wieder hoch in den Norden ist blöd und außerdem von dem nötigen Diesel her leider nicht möglich - also haben wir beschlossen, dass wir das wilde Herz des Damaralandes rund um das Desolation Valley unsicher machen. Sicherheitshalber immer noch einmal eine Nacht in einer Lodge und nachdem es ihm dann immer noch gut ging, sind wir gestartet. Durch die Huab Sümpfe, bis zum Desolation Valley View Point, zurück in den Huab und dann auf dem 4x4-Trail in Richtung Ugab ist es passiert: 39,5 Grad Fieber bei GöGa. Er wollte nur noch aus der Pampa raus und ich nicht weniger. Zuerst war aber eine unruhige Nacht mitten im Nirgendwo fällig. Nach dieser ersten Fiebernacht hatte mich die Panik im Griff…. Es war klar, dass GöGa so schnell nicht mehr fahren sollte. Und eigentlich sollte er in einem kühlen, abgedunkelten Zimmer liegen und schlafen. Das Zimmer konnte ich ihm nicht bieten aber zum Doros Crater habe ich ihn hin kutschiert, während er sich zeitweise hinten im Unimog ausgeruht hat. (Ich möchte nicht wissen, wie viele blaue Flecken er sich dabei geholt hat. Wer die Strecke schon mal gefahren ist, weiß, dass sie streckenweise ziemlich rau sein kann….). Nach 4 Stunden war ich so platt, dass ich auch nicht mehr gerade aus gucken konnte. Ich bin in den letzten Jahren nur wenig gefahren und offroad schon mal gar nicht. Grund: Ich sehe auf meinem rechten Auge so gut wie nichts mehr und mein räumliches Sehen hat sich damit komplett erledigt. Ich erkenne zwar die meisten Schlaglöcher trotzdem aber eben leider nicht alle, so dass der Unimog mit mir am Steuer schon ein wenig mehr leiden muss. Aber egal wir mussten da raus und ich wollte den Weg bis Twyfelfontein eigentlich an einem Tag fahren. An Doros Crater habe ich aufgegeben. GöGa ging es kurzfristig besser aber leider hielt der Zustand nicht lange an. In der zweiten Nacht in der Wildnis war das Fieber so hoch, dass ich Wadenwickel machen musste. Entsprechend platt waren wir beide am nächsten Morgen und ich durfte jetzt noch einmal 3 bis 4 Stunden hinter den Lenker. Mit ein bisschen Stolz muss ich sagen, dass ich die beiden da heil raus bekommen habe. Zumindest fast die letzten 500 Meter bis zum verbrannten Berg musste GöGa fahren. Da war ein steiler Abhang mit Schlaglöchern im Weg, wo ich mich nicht runter getraut habe…. Bergauf, bergab und mitten durch Als Alternative zu dem Kaokoveld hatte ich mich auf das Damaraland vorbereitet und wie gerade erzählt, sind wir ja auch diese Tour gefahren. Meine Vorbereitung bestand darin, mir ein 4x4-Buch zu kaufen, in dem die Tracks beschrieben sind, von den machbaren die Wegpunkte in den Garmin zu übertragen und auf der Karte die Strecke zu suchen. Zu den Huabsümpfen stand in dem Buch: „Können in der Regenzeit unpassierbar sein. Ausstieg aus den Sümpfen ist ein wenig kniffelig.“ Da ja gerade Trockenzeit war, habe ich mir um den ersten Teil keine Gedanken gemacht und ein bisschen kniffelig sollte eigentlich auch kein Problem sein. Leider war "kniffelig“ die Untertreibung des Jahrzehnts! Wir sind durch das Desolation Valley gefahren, haben die fantastische Landschaft genossen und sind auf keine schwierigen Wegstrecken gestoßen. Beim Abstieg in die Huabsümpfe sah die Welt schon anders aus. Wir wussten, dass wir einen sandigen Hang runter müssen. Und wir wussten auch, dass der ursprüngliche Weg nicht befahrbar war, weil der bisher genutzte Abstieg mittlerweile senkrecht runter geht. Die Jungs, die vor uns gefahren sind, hatten schon eine neue Möglichkeit gefunden wir mussten nur den ausgefahrenen Wegspuren folgen. Und standen dann vor einem sandigen Abhang, der noch leicht um die Kurve führte, der ungefähr 4 Meter tief runter ging. Es war klar: Wenn wir da runter fahren kommen wir vermutlich nicht mehr hoch. Also: Wollen wir oder lassen wir es lieber bleiben? Wir wollten immerhin sollte es danach ja nicht mehr so schlimm werden. (Das Buch habe ich mittlerweile weggeschmissen!) Die nächste Problemstelle folgte gleich hinter dem Abstieg allerdings haben wir sie im ersten Moment nicht als solche erkannt. Wir mussten einem Sandcanyon folgen, der zwischen 4 und 5 Meter breit war. Senkrechte Wände von 4 Metern auf beiden Seiten und keine Wendemöglichkeit. Fand ich erst einmal nicht so dramatisch bis vor uns ein Haufen mit Elefantendung lag. !!!!!!???! Die Wüstenelefanten laufen hier längs???!? Was machen wir denn, wenn uns einer entgegen kommt? Keine Ahnung, wie wir so einem aggressiven Kollos klar machen sollen, dass nur einer von uns wenden kann und das sind nicht wir! Glücklicherweise mussten wir das nicht ausprobieren. Wir hatten keinen Gegenverkehr! Und weiter ging es: Immer wieder sandige Steilabhänge hoch und wieder runter. Die waren zwar nicht ganz so tief wie der erste, hatten aber andere Überraschungen parat. Zum Beispiel: enge Kurven in den Abhang oder einen direkt auf den Abhang folgenden Anstieg, der genauso steil wie der erste runter wieder hoch ging. Ich dachte zeitweise, dass GöGa den Dicken in so einen Dipp rammt, er mit der Nase ganz unten stecken bleibt und nie wieder raus kommt. Als wir dachten, dass wir es geschafft hätten, standen wir vor dem Höhepunkt: Eine laufende Quelle mit viel Wasser, die einen kleinen See mitten über den Track gebildet hat. Der Untergrund war klatschnasser Pudersand, der überhaupt nicht getragen hat und am anderen Ufer finden gleich relativ hohe Felsblöcke an, über die man mit den Hinterreifen im Treibsand mit den Vorderreifen drüber klettern musste. Wir waren nicht die ersten, die in der letzten Zeit über diese Fuhrt gefahren sind. Es waren mehrere, sehr tiefe Spuren zu erkennen. Vom Reifenprofil her stammten diese wohl von Landcruisern oder ähnliches. Selbst wenn für diese Autos der Schlamm getragen hätte, der Unimog würde vermutlich einsinken. Glücklicherweise sind nicht alle nach dem Motto „wird schon gehen“ einfach durchgebrettert. Einige haben die Furt mit Steinen unterlegt. Am anderen Ufer waren auf einer Breite von 10 Metern keine losen Steine mehr zu finden. Viele davon sind vermutlich in dem Schlamm auf nimmer Wiedersehen verschwunden aber ein paar waren noch da. Nicht genug für den Unimog aber wir mussten wenigstens nicht bis zum Oberschenkel in die stinkende Brühe rein. Auch wir haben dann Steine geschleppt und Straßen gebaut und sind durch gekommen! Für die wenigen Kilometer durch die Sümpfe haben wir alles in allem auch nur 3,5 Stunden gebraucht! Trotzdem hat es sich gelohnt. Auf der anderen Seite mussten wir nur noch den Berg hochklettern, einmal abbiegen - und standen auf einer Felsnase unter der sich über ein Panorama von 180 Grad der Huab erstreckte. Eine Aussicht so schön, wie an einem der beliebtesten Aussichtspunkte des Grand Canyon – nur mussten wir ihn nicht mit hunderten von Leuten teilen. Wir lernen dazu Jetzt endlich! haben wir den Staub, den wir beim Fahren in die hintere Kabine rein ziehen einigermaßen im Griff. Angefangen haben wir mit der „Islandmethode“: Alles verrammeln und Lüfter an, damit sich im Inneren der Kabine ein etwas höherer Druck aufbaut. In Island hat das einigermaßen funktioniert in Namibia eigentlich überhaupt nicht. Zum einen haben wir über den Lüfter den pulverfeinen Staub angezogen und dann flächendeckend in der Kabine verteilt. Zum anderen hat der Druck aus dem Lüfter immer noch nicht ausgereicht, dass nichts mehr durch den Türschlitz rein kam. Mit anderen Worten: Die Kabine konnte jeden Abend grundgereinigt werden. Als erstes haben wir das Badzimmerfenster dick mit Tape abgedichtet. Sieht nicht so klasse aus aber wenigstens ist die Toilette abends nicht mehr rosa. Der Lüfter ist seit dieser Tour auch nicht mehr im Betrieb und ebenfalls mit Tape abgedichtet, damit der Staub auf dem Dach nicht doch immer wieder den Weg ins Innere findet. Die Schiebetür zwischen Fahrer- und Wohnkabine ist offen und in der Fahrerkabine ist immer mindestens ein Fenster geöffnet. Erstaunlicherweise reicht der so aufgebaute Druck, dass der Sand draußen bleibt. Das bisschen, dass es trotzdem schafft, wird durch ein Handtuch vor der Einstiegstür aufgehalten. Wenn wir jetzt noch das Fenster in der Tür abdichten, dann dürften wir diese Staub-Schweinerei einigermaßen im Griff haben und ich muss nicht jeden Abend den Putzlappen schwingen. Auch ich habe etwas dazu gelernt. Wir haben eine Liste angefangen, auf der die Dinge stehen, die wir gerne am Unimog noch ändern würden. Es ist eine reine Wunschliste. Ob die sich alle realisieren lassen, das werden wir später feststellen. Am Anfang kamen die Ideen wie aus der Pistole geschossen mittlerweile tröpfeln sie nur noch. Bei der letzten Fahrt über Asphalt viel mir auf, dass der Fahrersitz für mich eigentlich zu weit von den Pedalen entfernt ist. Da der Sitz auf einem selbstgebastelten Gestänge sitzt, dachte ich bisher immer, dass sich daran halt nichts ändern lässt. Trotzdem: das wäre doch ein Punkt für die Wunschliste. GöGa schaute mich ganz verblüfft an. „Aber dafür müssen wir nichts ändern. Den kannst Du einfach nach vorn ziehen! ???!!??! Ist ja toll! Nach über 10 Jahren erfahre ich endlich, dass ich mir diese verkrampfte Haltung hinter dem Lenkrad hätte sparen können und mir den Sitz einfach einrichten kann, wie ich ihn brauche! Ich glaube, das nächste Mal arrangiere ich mich nicht mehr mit so einem Problem, sondern frage gleich! Neue Anschaffungen Dass wir uns unbemerkt ein Loch im Reifen einfangen haben, sollte uns nicht mehr passieren! Wir haben seit dieser Tour ein System, dass den Luftdruck auf den Reifen überwacht. Wenn einer auch nur leicht Luft verliert, dann werden wir mit einem Piepston gewarnt. Leider werden wir auch ansonsten häufiger angepiept. Das System ist nicht für LKW-Reifen gedacht und regt sich jedes Mal fürchterlich auf, wenn der Druck 4,5 bar überschreitet. Außerdem mussten wir lernen, dass sich der Reifendruck auf einem Reifen auch schon mal um 0,3 bar ändern kann, während die anderen Reifen ihren Druck halten. Das ist uns am letzten Tag passiert und wir wussten nicht, ob nun das System spinnt oder wir mal wieder ein Loch im Reifen haben. Der Reifen wurde eingesprüht und wir haben keine Blubberblasen irgendwo gesehen. Jetzt hoffen, wir sehr, dass der Dicke immer noch auf 4 Reifen steht, wenn wir ihn für die nächste Tour abholen kommen. Ohne dieses Kontrollsystem hätten wir den Druckabfall nicht bemerkt und eine Sorge weniger…. Auch im Innenraum hat sich etwas getan: Wir haben die Anregung von unserer Begleitung von der letzten Tour aufgenommen und unsere Klamotten in Packsäcke gepackt. Und ich bin begeistert: Die Klamotten wurden zuhause auf die Säcke verteilt und in Namibia einfach nur in die Schränke gestellt. 5 Handgriffe und das Gepäck war verstaut. Auch während der Fahrt sind die Dinger praktisch: Auch wenn jetzt deutlich weniger Staub in den Innenraum zieht ein wenig ist doch immer wieder da. Aber seit neusten nicht mehr in meinen T-Shirts, weil die Packsäcke nicht nur wasser- , sondern auch Staubdicht sind! Etwas aufwendiger ist es, ein bestimmtes T-Shirt aus einem 35 Liter Sack rauszupulen. Aber das werden wir vereinfachen, indem wir uns Säcke mit Sichtfenster anschaffen. Dann kann man von außen sehen, wo sich das gewünschte Teil vermutlich befindet. Tikoloshe Ein Tikoloshe ist die afrikanische Variante eines kleinen, fiesen, unsichtbaren Gnoms. Diese Mistviecher sorgen dafür, dass wichtige Dinge verlegt, noch wichtigere Dinge kaputt gehen und kosten ihrem „Herrchen“ damit den letzten Nerv. Ich schwöre! Dieses Mal hatten wir eines dieser Biester an Bord! Angefangen hat es damit, dass unser Kühlschrank in der ersten Nacht nach der Abfahrt von Windhoek den Geist aufgegeben hat. GöGa hat durchgemessen: Strom hätte er eigentlich haben sollten nur leider kam davon nichts mehr im Kühlschrank an. Vermutlich ein Problem mit der Verkabelung, die hinter den Schränken entlang läuft und fast nicht zu erreichen ist. Er hatte mich vorgewarnt, dass das jetzt mehrere Stunden dauern könnte. So schlimm war es nicht: Nach einer halben Stunde hat er den Stecker gefunden, der abgefallen war. Super! Das ging ja schnell. Genauso schnell hat er den Stecker wieder zusammen gesteckt und dabei leider den Minus- auf den Pluspol gepackt. Ergebnis: Der Kühlschrank hat Funken geschlagen. Nicht nur im übertragendem Sinne, sondern wortwörtlich. Damit hatte sich GöGa von diesem treuen Begleiter eigentlich schon verabschiedet. Ohne große Hoffnung, hat er den Stecker richtig rum wieder zusammen gesteckt und der Kühlschrank lief und hat die ganze Tour tapfer durchgehalten! Was ein tapferes kleines Stückchen Technik! Die nächste Katastrophe, die sich leider nicht mehr selbst geheilt hat, betraf mein Immerdrauf- Objektiv. Genau dieses Objektiv, dass schon einmal bei einer Tour nicht mehr zu gebrauchen war. Nach der letzten Erfahrung hatte ich mir ein 50mm-Festbrennweite angeschafft, damit das Brennweitenloch zwischen 35mm und 100mm nicht mehr ganz so groß ist und ich auch Landschaften noch in einem einigermaßen vernünftigen Format fotografieren kann. Glücklicherweise sonst hätte ich bei dieser Tour ziemlich alt ausgesehen. Die Steuerung zwischen Kamera und Objektiv hat völlig versagt und die Bilder wurden auf gut Glück belichtet und keins davon richtig. Das 50mm hat sich bei der Tour recht gut bewährt. Leider war die Nachbereitung ein wenig aufwendiger, weil ich sehr viele Panoramaaufnahmen machen musste, die meist aus über 10 Bildern zusammengesetzt werden…. Drückt mir die Daumen, dass das Objektiv wieder zu reparieren ist! Als nächstes war die Gasflasche, auf der wir immer kochen, alle. Nicht schlimm, da wir Ersatz dabei haben. Nur leider war die Ersatzflasche durchgerostet und hat an Stellen Gas von sich gegeben, die so nicht vorgesehen waren. Man wird schlagartig richtig wach, wenn man nicht nur unter dem Kochtopf eine Flamme hat, sondern die ganze Flasche plötzlich in Flammen steht! GöGa hatte glücklicherweise noch einen Arbeitshandschuh an, hat in die Flammen gegriffen und das Gas abstellen können, ohne dass er sich die Hand verbrannt hat. Eine weitere Gasflasche steht in einer Box und versorgt den Herd im Unimog-Inneren mit Gas. Also haben wir einfach die ausgebaut, den Kocher drauf geschraubt um dann festzustellen, dass sich der Hebel, mit dem an das Gas aufdreht, verbogen hat und sich nicht mehr öffnen lies. Durch Anwendung von roher Gewalt lies sich der Hebel eines Besseren belehren. Aber als wir den Kochaufsatz aufgeschraubt haben, mussten wir feststellen, dass auch der mittlerweile kaputt war…. Das war der Moment, in dem ich auf stur geschaltet habe. Wir hatten jede Menge Vorräte aus Deutschland mitgeschleppt und noch einmal doppelt so viel in Namibia gekauft. Immerhin hatte ich damit gerechnet, dass wir ungefähr 14 Tage in der Pampa sind und ich wollte mich nicht nur von Schwarzbrot mit Scheibenkäse ernähren. Also habe ich im Inneren des Wagens kniend auf dem Bett gekocht. Das ging nicht immer, da ich bei einer Temperatur von über 30 Grad in der Kabine das Ding nicht noch mehr aufheizen wollte. Aber wenn es kühl war, dann gab es trotz des Gasflaschendisasters warmes Chappi! Ich vermute, dass der Tikoloshe unbemerkt in unser Gepäck geschlüpft und mit uns nach Deutschland geflogen ist. Noch nicht einmal die Zollkontrolle hat ihn aufgehalten! Wie ich auf die Idee komme? Ganz einfach: Beim Beladen das Taxis am Flughafen haben wir es fertig gebracht und haben meine Handtasche mit Geld, Ausweisen, Handy und der Ersatzbrille in dem Gepäckwagen stehen lassen und sind ohne sie abgefahren. Den Verlust haben wir natürlich erst zuhause bemerkt. Alle Karten und das Handy wurden sofort gesperrt und erst dann haben wir das Fundbüro am Flughafen angerufen. Scheinbar hat sich der Tikoloshe nach dieser letzten Tat ein anderes Opfer gesucht, denn meine Tasche wurde mit vollständigem Inhalt dort abgegeben und wartete auf Abholung!
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